PFARRNACHRICHTEN VOM 31. MAI BIS ZUM 6. JUNI 2020

AUF EIN WORT …

von Reinhold Leydecker

Liebe Mitchristen!

Mehr als alles andere brauchen wir den Geist; … heißt es in der Predigt von Papst Franziskus zu Pfingsten 2019 (sie finden einen Ausschnitt daraus auf dem Impulseinleger). Die Gedanken des Papstes haben mich ermutigt in diesen besonderen Zeiten, in denen alles anders ist als sonst, um den Beistand, den Hl. Geist, zu beten, auf ihn zu hoffen und das mir Mögliche dazu beizutragen, dass der Friede Gottes Raum gewinnt in mir, in uns und zwischen uns. Jesus selbst bestärkte uns darin: „… ich werde den Vater bitten und er wird euch einen anderen Beistand geben, der für immer bei euch bleiben soll, den Geist der Wahrheit, den die Welt nicht empfangen kann, weil sie ihn nicht sieht. Ihr aber kennt ihn, weil er bei euch bleibt und in euch sein wird.“ (Joh 14, 15 -20, Evangelium vom 6. Sonntag nach Ostern) Heute und Morgen feiern wir nun liturgisch diese Geistsendung.

Da hören wir in der 1. Lesung (Apg 2, 1-11) von einem heftigen Sturm, der daher fährt, komischerweise im Haus, am Versammlungs- und Gebetsort der Jüngerinnen und Jünger. Von Feuerzungen, die sich auf jeden von ihnen niederließen, wird berichtet. In der daraufhin zusammenströmenden Menge hörte sie jeder Einzelne, erstaunlicherweise, in seiner Sprache reden. Dieses „Sprachenwunder“, hebt sozusagen, die babylonische „Sprachverwirrung“, die sich aus dem Hochmut und der Vermessenheit der Turmbauer ergeben hatte, auf. Ach, wie sehr wünschen wir uns, dass die derzeitigen Verwirrungen und Irritationen, die durch das Coronavirus ausgelöst wurden, zu einer neuen Solidarität, zu einem neuen Selbstverständnis, zu einem erneuerten weltweiten Miteinander führt. Viele wunderbare Zeichen dieser neuen Solidarität der „Menschen guten Willens“ sind sichtbar geworden. Wir sollten am „Ball“ bleiben, achtsam und wirksam, und weiterhin um den Geist der Liebe beten, der alle umfasst, der im besten Sinne des Wortes, katholisch ist.

Ein Gebet (in Anlehnung an Röm 8, 18: „Ich bin überzeugt, dass die Leiden der gegenwärtigen Zeit nichts bedeuten im Vergleich zu der Herrlichkeit, die an uns offenbar werden soll.) „Denn ich bin gewiss, das weder ein Virus, noch eine andere Krankheit, weder Langeweile noch Einsamkeit, weder soziale Distanz noch Kurzarbeit, weder Insolvenz noch kräfteraubendes „Homeschooling“, weder fehlendes Klopapier noch sich überschlagende Nachrichten, weder Phasen der Traurigkeit und Niedergeschlagenheit, noch selbst der Tod mich von Gottes Liebe trennen können, die in Christus Jesus ist, der unseren Tod besiegt hat.“

Bleibt gesund und behütet! Euer und Ihr Reinhold Leydecker

WARUM NICHT MAL … ?

… die Pfingstsequenz beten?

1. Komm herab, o Heilger Geist,
der die finstre Nacht zerreißt,
strahle Licht in diese Welt.

2. Komm, der alle Armen liebt,
komm, der gute Gaben gibt,
komm, der jedes Herz erhellt.

3. Höchster Tröster in der Zeit,
Gast, der Herz und Sinn erfreut,
köstlich Labsal in der Not,

4. in der Unrast schenkst du Ruh,
hauchst in Hitze Kühlung zu,
spendest Trost in Leid und Tod.

5. Komm, o du glückselig Licht,
fülle Herz und Angesicht
dring bis auf der Seele Grund.

6. Ohne dein lebendig Wehn
kann im Menschen nichts bestehn,
kann nichts heil sein noch gesund.

7. Was befleckt ist, wasche rein,
Dürrem gieße Leben ein,
heile du, wo Krankheit quält.

8. Wärme du, was kalt und hart,
löse, was in sich erstarrt,
lenke, was den Weg verfehlt.

9. Gib dem Volk, das dir vertraut,
das auf deine Hilfe baut,
deine Gaben zum Geleit.

10. Laß es in der Zeit bestehn,
deines Heils Vollendung sehn
und der Freuden Ewigkeit.

Amen. Halleluja.

Reinhold Leydecker

Pastoralreferent

GOTTESDIENSTORDNUNG IN DER WOCHE VOM 14. BIS ZUM 20. JUNI

  • Vorabendmesse
    Pfingstsonntag
    30. Mai 2020 – 18.00 Uhr

    in der Pfarrkirche St. Felizitas
    – ÖFFENTLICH –
    Bitte beachten Sie unbedingt
    die Anweisungen des Ordnungsdienstes!

  • Vorabendmesse
    Pfingstsonntag
    30. Mai 2020 – 18.00 Uhr
    in der Kirche St. Dionysius
    – ÖFFENTLICH –
    Bitte beachten Sie unbedingt
    die Anweisungen des Ordnungsdienstes!

  • Pfingstsonntag
    31. Mai 2020 – 10.30 Uhr: Hochamt
    aus der Pfarrkirche St. Felizitas
    NICHT ÖFFENTLICH –
    1. Lesung: Apg 2, 1–11
    2. Lesung: 1 Kor 12, 3b–7.12–13
    Ev.: Joh 20, 19–23

  • Ökumenischer Familiengottesdienst
    – ÖFFENTLICH –

    Pfingstmontag, 1. Juni 2020 um 11.30 Uhr an der
    St. Georg-Kapelle, Burg Vischering,
    Berenbrock 1, 59348 Lüdinghausen

  • Dienstag 9. Woche im Jahreskreis
    2. Juni 2020 – 08.15 Uhr: Hl. Messe
    aus dem St. Antonius Kloster
    – NICHT ÖFFENTLICH –
    1. Lesung: 2 Petr 3, 12-15a.17-18
    Ev.: Mk 12, 13-17

  • HL. KARL LWANGA UND GEFÄHRTEN
    3. Juni 2020 – 08.15 Uhr: Hl. Messe
    aus dem St. Antonius Kloster
    – NICHT ÖFFENTLICH –
    1. Lesung: 2 Makk 7, 1-2.7a.9-14
    Ev.: 
    Mt 5, 1-12a

  • Donnerstag der 9. Woche im Jahreskreis
    4. Juni 2020 – 08.15 Uhr: Hl. Messe
    aus dem St. Antonius Kloster
    – NICHT ÖFFENTLICH –

    1. Lesung: 2 Tim 2, 8-15
    Ev.: Mk 12, 28b-34

  • Heiliger Bonifatius
    29. Mai 2020 – 08.15 Uhr: Hl. Messe
    aus dem St. Antonius Kloster
    – NICHT ÖFFENTLICH –
    1. Lesung: Apg 26, 19-23
    Ev.:
    Joh 15, 14-16a.18-20

ZUM NACHDENKEN:

Es bringt nichts, darum zu wissen, dass der Auferstandene lebt, wenn man nicht selbst als Auferstandener lebt. Und es ist der Geist, der Jesus in uns leben und wiederaufleben lässt, der uns im Inneren wieder zum Leben erweckt. Deshalb wiederholt Jesus, als er den Seinen begegnet: »Friede sei mit euch!« (Joh 20,19.21), und er schenkt den Heiligen Geist.
Der Friede besteht nicht darin, dass die äußeren Probleme sich in Luft auflösen – Gott erspart den Seinen weder Trübsal noch Verfolgungen – sondern dass man den Heiligen Geist empfängt. Dieser Friede, der den Aposteln zuteilwurde, dieser Friede, der uns nicht von Problemen befreit, sondern in den Problemen frei macht, ist ein Angebot an einen jeden von uns. Es ist ein Friede, der das Herz den Tiefen des Meeres ähnlich sein lässt, wo immer Ruhe herrscht, auch wenn die Wellen an der Oberfläche wogen. Es ist eine so tiefe Harmonie, dass sie sogar Verfolgungen in Seligkeit verwandeln kann. Wie oft jedoch bleiben wir an der Oberfläche?
Anstatt den Heiligen Geist zu suchen, versuchen wir uns über Wasser zu halten, indem wir denken, dass alles besser wird, wenn dieser oder jener Ärger vorbei ist, wenn ich diese oder jene Person nicht mehr sehe, wenn sich diese oder jene Situation verbessert. Aber so bleibt man an der Oberfläche: Sobald ein Problem vorbei ist, kommt ein anderes, und die Unruhe kehrt zurück. Wir werden nicht dann zur Ruhe kommen, wenn wir uns von denen distanzieren, die nicht so denken wie wir, und wir werden auch dann nicht den Frieden finden, wenn wir die Schwierigkeiten des Augenblicks lösen. Der Wendepunkt ist der Friede Jesu, die Harmonie des Heiligen Geistes. …

Mehr als alles andere brauchen wir den Geist; …