PFARRNACHRICHTEN VOM 24. MAI BIS ZUM 30. MAI 2020

AUF EIN WORT …

von Katharina Wieacker

Liebe Gemeinde!

An diesem Sonntag nimmt uns Lukas in seiner Apostelgeschichte mit auf den geistigen Weg der Jünger von Christi Himmelfahrt Richtung Pfingsten. Während sich unser Blick mit ihnen zur Erde zurückwendet, erinnert das Evangelium daran, wohin Jesus nach Erfüllung seiner Mission strebt, nämlich zurück in die Herrlichkeit des Vaters, aus der er hervorgegangen ist. An Pfingsten werden die Jünger die Nähe Gottes wieder und ganz neu erfahren. Aber an diesem Sonntag befinden sie sich gefühlt in der größtmöglichen Entfernung von ihrer Kraftquelle, zurückgeworfen auf sich selbst.

Haben wir während der Corona-bedingten Kontaktsperre der letzten Wochen nicht ähnliches erlebt? Für manche von uns war das eine „Wüstenerfahrung“. Der Wochenrhythmus kam durcheinander, das sonntägliche „Auftanken“ entfiel. Und doch hat diese Herausforderung manches familiäre Glaubensleben neu belebt, neue Riten entstehen lassen. Uns alle hat diese Unterbrechung vor die Frage gestellt: wie kann ich meinen Glauben in der Isolation lebendig halten?

Die Jünger versammelten sich „im Obergemach“, also dem Abendmahlssaal, dem Ort der tröstenden Erinnerung! Könnte es sein, dass der Ausnahmezustand auch für uns eine Chance war, unsere persönliche Gottesbeziehung zu hinterfragen und neu mit Inhalt zu füllen? Auch hier ist der Schlüssel die Erinnerung: An „unsere“ Glaubenszeugen, an Begegnungen, bei denen uns „das Herz brannte“, an Momente des Trostes, die uns auf Gottes Wegen zufielen. Und manche von uns wurden vielleicht sogar spürbar und unwiderruflich von Gottes Liebe berührt.

Die „Krise“ hat uns gezeigt, dass unser Glaube aus zwei Kraftzentren lebt und getragen wird: aus der Gemeinschaft UND der persönlichen Beziehung zu Gott als dem „großem DU“.

Ich habe die letzte fünf Jahren als Krankenhausseelsorgerin im St. Marien-Hospital gearbeitet. Nach Pfingsten gehe ich in Rente. Im April war ich im Homeoffice. Der unfreiwillige Vorgeschmack auf den Ruhestand ließ mich fragen: Wie wird mein Glaubensleben aussehen, wenn ich mich nicht mehr dank liebgewonnener dienstlicher Routine mit dem Glauben beschäftige? Getröstet hat mich die alte chassidische Weisheit: „Das Geheimnis der Erlösung heißt Erinnerung“. Das dankbare Erinnern – und da schließe ich die guten Erfahrungen von Lüdinghausen ein – wird mich in die neue Lebensphase hineintragen! „Wovor sollte ich mich fürchten?“ (Ps 27)

Am Pfingstsonntag wird mich Pfr. Elshoff in beiden Messen verabschieden. Von allen, die daran nicht teilnehmen können, verabschiede ich mich mit diesem Beitrag!

Ihre Katharina Wieacker

WARUM NICHT MAL … ?

… das Herzensgebet einüben?

Schon früh haben Mönche und Nonnen, aber auch andere Christen, die intensiv beten wollten, sich um das Jesusgebet bemüht. Sie beteten unablässig das biblische Gebetswort „Herr Jesus Christus, erbarme dich meiner!“ (vgl. Mt 15,22; ).

Innere Wachsamkeit und inneres Schweigen sind Elemente, die seit frühester Zeit mit dieser Gebetshaltung verbunden sind. Die Beter sammeln ihre Gedanken unablässig mit dem Gebetswort. Die geläufigste Formel des Jesusgebets lautet: „Herr Jesus Christus, erbarme dich meiner!“ oder einfacher „Jesus Christus“.

Alle anderen Gedanken sind für die Meditation hinderlich und somit unwichtig. Mit dieser Art zu beten sollte ein Beter langsam beginnen, ein- oder zweimal täglich 5 bis 15 Minuten. Im Laufe der Jahre kann die Gebetszeit auf eine halbe Stunde verlängert werden. Hilfreich sind regelmäßige Zeiten.

Um das Jesusgebet einzuüben, sollte man sich täglich eine freie Zeit nehmen, um ganz präsent zu sein. Ein äußeres Zeichen und/oder ein Wort zu Beginn und Schluss der Meditationszeit kann einen guten Rahmen geben. Es kann eine Hilfe sein, das Jesusgebet mit dem Rhythmus des Atems zu verbinden. Die Anrufung sollte soweit wie nur möglich ununterbrochen, regelmäßig und rhythmisch, ruhig und beständig sein. Sie sollte leer und möglichst frei von allen (bildhaften) Vorstellungen sein.

Man schließt mit dem Gebet des Herrn

KATHARINA WIEACKER

Pastoralreferentin, katholische Krankenhausseelsorgerin

GOTTESDIENSTORDNUNG IN DER WOCHE VOM 14. BIS ZUM 20. JUNI

  • Vorabendmesse
    7. Sonntag der Osterzeit
    23. Mai 2020 – 18.00 Uhr

    in der Pfarrkirche St. Felizitas
    – ÖFFENTLICH –
    Bitte beachten Sie unbedingt
    die Anweisungen des Ordnungsdienstes!

  • Vorabendmesse
    7. Sonntag der Osterzeit
    23. Mai 2020 – 18.00 Uhr
    in der Kirche St. Dionysius
    – ÖFFENTLICH –
    Bitte beachten Sie unbedingt
    die Anweisungen des Ordnungsdienstes!

  • 7. Sonntag der Osterzeit
    24. Mai 2020 – 10.30 Uhr: Hochamt
    aus der Pfarrkirche St. Felizitas
    NICHT ÖFFENTLICH –
    1. Lesung: Apg 1, 12–14
    2. Lesung: 1 Petr 4, 13–16
    Ev.: Joh 17, 1–11a

  • Ökumenischer Freiluftgottesdienst
    – ÖFFENTLICH –

    Sonntag, 24. Mai 2020 um 11.30 Uhr an der
    St. Georg-Kapelle, Burg Vischering,
    Berenbrock 1, 59348 Lüdinghausen
  • Montag der 7. Osterwoche
    25. Mai 2020 – 08.15 Uhr: Hl. Messe
    aus dem St. Antonius Kloster
    – NICHT ÖFFENTLICH –
    1. Lesung: Apg 19, 1-8
    Ev.: Joh 16, 29-3

  • Hl. Philipp Neri
    26. Mai 2020 – 08.15 Uhr: Hl. Messe
    aus dem St. Antonius Kloster
    – NICHT ÖFFENTLICH –
    1. Lesung: Apg 20, 17-27
    Ev.: 17, 1-11a

  • Mittwoch der 7. Osterwoche
    27. Mai 2020 – 08.15 Uhr: Hl. Messe
    aus dem St. Antonius Kloster
    – NICHT ÖFFENTLICH –

    1. Lesung: Apg 17,15.22-16.11
    Ev.: Joh 16,12-15

  • Freitag der 7. Osterwoche
    29. Mai 2020 – 08.15 Uhr: Hl. Messe
    aus dem St. Antonius Kloster
    – NICHT ÖFFENTLICH –
    1. Lesung: Apg 25, 13-21
    Ev.: Joh 21, 1.15-19

ZUM NACHDENKEN: