Eine etwas andere KreuzFahrt in der Karwoche 2021 –
Unterwegssein zu Bildstöcken und Hofkreuzen in den Bauernschaften von Lüdinghausen

Eine etwas andere KreuzFahrt in der Karwoche 2021

Liebe Kreuzfahrerinnen und Kreuzfahrer,

die Karwoche ist eine Zeit, in der wir auf den verwundeten Jesus von Nazareth schauen. Die biblischen Texte der Leidensgeschichte erzählen davon. Die Kreuzwegstationen zeigen die Verletzungen durch die Dornenkrone, den misshandelten Körper, die blutenden Wunden an

Händen, Füßen und Seite.

In der Karwoche machen wir uns auf den Weg zu den Bildstöcken und Hofkreuzen in den Bauernschaften. Sie sind in unterschiedlichsten Lebenssituationen errichtet worden und erinnern an Freude und Leid der Generationen, die auf dem Hof gelebt haben bzw. leben.

Wir haben die KreuzFahrt unter das Leitmotiv gestellt:
„Die Wunden unserer Zeit“

An den ausgewählten Stationen werden wir die Wunden unserer Zeit in den Blick nehmen. Wir alle leben mit den vielfältigen Verwundungen:

Gewalt, Flucht, Umweltverschmutzung, Einsamkeit … Kann ich mir selbst zugestehen, dass ich nicht vollkommen bin, sondern bedürftig und angewiesen bleibe? Dass ich gesundheitlich und kräftemäßig begrenzt bin? Dass ich manchmal leer und unausgefüllt bin? Dass ich Verletzungen von früher mit mir herumtrage, die mich beschweren und von denen ich nicht lassen kann, weil sie mich nicht loslassen?

Der verstorbene Regisseur Christoph Schlingensief hat einmal gesagt: „Wer seine Wunden zeigt, wird geheilt, wer sie verbirgt, wird nicht geheilt.“ Wie kann das geschehen? Wer kann uns Heilung schenken? Im 1. Petrusbrief heißt es: „Durch seine Wunden sind wir geheilt.“

Hier ist die Rede vom leidenden Gottesknecht. Für die frühe Kirche war Jesus von Nazareth der leidende Gottesknecht. Wir nennen Jesus auch den Heiland. Viele Menschen hat er geheilt. Wenn wir an den Stationen innehalten und über die Verwundungen und Verletzungen nachdenken, sind wir eingeladen dem Beispiel Jesu zu folgen, uns von ihm heilen zu lassen und mit seiner heilenden Botschaft den Verwundeten unserer Zeit zu begegnen.

„Im Kreuz ist Heil, im Kreuz ist Leben, im Kreuz ist Hoffnung“

Herzlich willkommen in den Bauernschaften!

Für den Arbeitskreis der Bauernschaftsvertreterinnen

Margret Pernhorst | Dorothea Tappe | Friedhelm Theveßen