Andacht (mit Bausteinen für zu Hause und unterwegs)

Beginn: Kreuzzeichen. Im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes.“

Impuls(geschichte) / Stille/ “Drei-Schritt-Schweigen“/ Impulsfragen / Bildimpuls / Musikimpuls (Praxis-Beispiele weiter unten)

Gebet: „Gott, von dem Jesus Christus uns berichtet, dass du die Liebe bist und wer in der Liebe bleibt, bleibt in dir. Wir alle können ein Licht der Hoffnung sein. Wir danken dir, dass wir die Worte Jesu empfangen haben und sie handelnd weitergeben können. Wer dieses Licht sieht weiß: Du bist da. Amen.“

Bibeltext: z.B: 1 Petr 4, 10 „Und dienet einander ein jeglicher mit der Gabe, die er empfangen hat.“ Was bedeutet mir dieser Text? Was entdecke ich darin? Was möchte ich aus diesem Text für mich und meine Mitmenschen mitnehmen?

Fürbitten: Vorbeter leitet ein: „Zu Gott dürfen wir beten und ihm unsere Bitten vortragen.“ Jeder darf in einem Moment der Stille nachdenken, wofür er dankbar ist und wem er heute konkret danken oder helfen möchte. Entweder ausgesprochen oder schweigend können die Fürbitten vor Gott getragen werden.

Gebet: z.B: Vater unser / ein anderes Gebet (aus dem Gotteslob) / das Gebet des Pastoralplans.

Segen: Da jeder von uns segnen darf und ein Segen sein kann, können sie die Andacht mit dem Kreuzeichen beenden und sprechen: „So sind wir gesegnet vom liebenden Gott und erwarten behütet und voller Hoffnung den neuen Tag mit dem Vater, dem Sohn und dem Heiligen Geist. Amen.“

Was ist Gottesdienst? – Ein Impuls


Wenn ich an Gottesdienst denke, denke ich zunächst an die Messfeier. Aber:

Wenn ich, für andere Menschen bete, ist das Gottesdienst, denn ich denke nicht nur an mich, sondern mache mir und anderen bewusst, was praktizierte Nächstenliebe ist. Wenn ich für einen anderen Menschen eine Kerze anzünde, möchte ich damit sagen, dass ich ihm das Licht der Liebe Gottes wünsche.

Wenn ich anderen meine Hilfe anbiete, zum Beispiel indem ich für sie einkaufen gehe, ist das Gottesdienst.

Wenn ich zum Telefon greife und Menschen anrufe, die einsam sind oder mit denen ich mich verkracht habe und mich versöhnen möchte, ist das Gottesdienst.

Wenn ich Menschen zuhöre, damit sie sich Mal den Kummer von der Seele reden können, ist das Gottesdienst.

Wenn ich Menschen begegne und sie trotz Maske anlächle, strahlen meine Augen sie an und auch das ist Gottesdienst.

Schlicht und ergreifend: Wenn ich nicht nur an mich denke und andere nicht nur im Blick behalte, sondern solidarisch an ihnen handle: Das ist Gottesdienst, denn Gott ist die Liebe und ich gebe sie an andere weiter.

Wenn ich zwar denke, dass mir gerade ziemlich viel stinkt und das Mist ist, ich aber gleichzeitig bedenke, dass man mit Mist düngen kann um wunderbares Wachstum zu stärken, ist das Gottesdienst.

Wenn ich die Eucharistie endlich wieder feiern kann, versammelt mit allen, die Gottesdienst auf Erden tun, dann ist das Gottesdienst, wie wir ihn gerade nicht in körperlicher Gemeinschaft erleben, aber im Livestream, Gebet und Handeln verbunden, täglich feiern können.

Weitere Elemente, die sie in einer Andacht oder für sich stehend ausprobieren können, finden sie im Folgenden. Klicken Sie dazu einfach auf die rot-markierten Links, um zu den Dokumenten zu gelangen.

Vielleicht mögen Sie ja, ob nun alleine oder mit anderen, mal über ein paar Zitate nachdenken. Was bedeutet mir dieses Wort in der heutigen Zeit? Was möchte der Autor damit sagen? Wozu ermutigt mich das genannte Zitat?

Vielleicht ist Ihnen heute ja nach einem Textimpuls zumute, über den es sich lohnt, ins Gespräch oder Nachdenken zu kommen. Impulsfragen finden Sie unter den jeweiligen Texten.

Warum nicht einfach mal über eine Bibelstelle nachdenken oder gar ins Gespräch kommen? Was fällt mir an dem Text auf? Was davon erinnert mich an Elemente aus meiner letzten Woche, meinem letzten Monat oder Jahr? Was irritiert mich oder macht mich nachdenklich?

In unzähligen Lieder, finden sich mal versteckt, mal offensichtlich, religiöse oder sinnsuchende Botschaften, die auch uns beschäftigen.

Vielleicht mögen sie ja mal ein paar Lieder, von “einer anderen Seite” erleben.

Eine gute Methode, um sich in Ruhe mit einem Thema zu beschäftigen, ist das Drei-Schritt-Schweigen. Vielleicht probieren sie es einfach mal aus. Auch im Gebet kann es ohne weiteres angewandt werden.

Zum Beispiel zum Thema Hoffnung.

1. Welche Erinnerungen, welche Erfahrungen verbinde
ich mit dem Thema „Hoffnung“? (ca. 1 Minute Ruhe)

2. Welche Gedanken und Gefühle erfahre ich im Moment
bei diesem Thema?  (ca. 1 Minute Ruhe)

3. Was davon möchte ich heute bewusst an mir beobachten/
in meinen Alltag einbringen?   (ca. 1 Minute Ruhe)

Zum Abschluss kann, in Stille oder vorgetragen, ein Gebet gehalten werden oder ein Austausch über das Thema stattfinden.

Achtsamkeit
Achte auf Deine Gedanken, denn sie werden Worte.
Achte auf Deine Worte, denn sie werden Handlungen.
Achte auf Deine Handlungen, denn sie werden Gewohnheiten.
Achte auf Deine Gewohnheiten, denn sie werden Dein Charakter.
Achte auf Deinen Charakter, denn er wird dein Schicksal.
Talmud