Impuls der Woche

1.

SOMMER-WEIHNACHTEN

„Er muss wachsen, ich aber muss abnehmen“ (Joh 3,30).

Geburt des Johannes des Täufers

Ein Fest dieser Woche – 24. Juni

2.

Wenige Tage vor dem 24. Juni gibt es die kürzeste Nacht und den längsten Tag im Jahreslauf; aber ab diesem Termin werden die Tage immer kürzer und die Nächte immer länger. Und am 25. Dezember ist es genau umgekehrt.

 

„Er muss wachsen, ich aber muss abnehmen“ (Joh 3,30) – das sagt der Täufer Johannes über Jesus und über sich. Ihre göttliche Mission ist ja wie das Wechselspiel der Sonne, wie ihr Kommen und Gehen.

3.

Johannes war ein Wunschkind. Seine Eltern waren hochbetagt, als ihr Wunschtraum unerwartet doch noch in Erfüllung ging. Noch heute betet und singt die Christenheit das Benedictus, den Lobgesang des Zacharias über die Geburt seines Sohnes Johannes.

4.

Johannes wird kein Priester Israels – wie sein Vater. Er wird Prophet und zieht in die Wüste. Da war er allerdings nicht der Einzige. So mancher zog sich alleine oder innerhalb einer kleinen Gemeinschaft in die Wüste zurück, um dort ganz für Gott zu leben. Sie distanzierten sich vom Jerusalemer Tempel, dem Ort, den die Tradition als Ort der gesicherten Gegenwart Gottes wusste, weil der Tempelkult herzlos für Gott wurde.

5.

Das Wunschkind ist zum Aussteiger geworden. Bei ihm ist alles hart und herb. Und erst recht seine Botschaft.

 

Große Volksscharen zogen zu ihm in die Wüste hinaus, um seine Predigt zu hören und sich seiner Taufe im Jordan zu unterziehen.

6.

Er ist der Prophet der Konfrontation. Selbstkritik, Aufrichtigkeit, den Lebenskurs ändern und gut handeln – das ist seine Schule.

 

Die Christenheit hat ihm alle nur denkbaren Ehren erwiesen. Denn sie feiert ja nicht nur seinen Todestag, wie bei allen anderen Heiligen, sondern sogar seinen Geburtstag, wie bei Jesus und Maria.

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