EINE SCHÖPFERISCHE PAUSE IN DER FASTENZEIT

Es liegt ein feiner Zauber im Geschmack des Tees. Er hat nicht die Koketterie des Weines oder die Selbstbewusstheit des Kaffees oder gar die süße Unschuld des Kakaos und er erfrischt auch nicht so eilig, wie ein kühles Bier es tut. Der Tee ist ein Pfad.

„Trinke Tee und vergiss die Unruhe der Welt“, heißt es in Japan. Kaum etwas ist besser geeignet, um Arbeit, Sorgen, Hetze zu unterbrechen, stille zu werden, nachzudenken, neue Ideen zu haben.

Teetrinken ist auch eine Oase, wo müde Wanderer sich treffen, um sich gemeinsam am Quell des Genusses und der Ruhe zu laben.

Wie wäre es in der Fastenzeit damit: Eine schöpferische Tee-Pause bewusst einplanen. Jeden Tag zur selben Zeit. Eine Woche lang. Oder hin und wieder. Den Tee in Ruhe zubereiten, ihm Zeit zum Ziehen lassen. Ihn entstehen sehen und anschließend entdecken, was in ihm steckt. Eine Tee-Zeit für Entspannung und neue Sichtweisen.

Herr, gib mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann,den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann,und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden. (aus Irland)

Eine gesegnete erste Fastenwoche!

Ihr Hector Sanchez