St. Ludger-Kirche
Als die Gemeinde St. Felizitas in Lüdinghausen in den 50er Jahren auf über 10.000 Katholiken angewachsen war, lag entsprechend einem Konzept des damaligen Bischofs Michael Keller die Gründung einer neuen Pfarrei nahe.
Im Süden der Stadt waren Baugebiete erschlossen worden, um einer großen Zahl von Neuansiedlern, Vertriebenen aus den früheren deutschen Ostgebieten und Bergleuten aus dem Ruhrgebiet eine neue Heimat zu geben. Später wählten viele, die in der weiteren Umgebung beruflich tätig waren, Lüdinghausen gern als Standort für ihr Eigenheim aus. Durch die weitere Erschließung neuer Baugebiete hat sich das Anwachsen der Gemeinde bis in die heutige Zeit fortgesetzt.
Die Anfänge der Gemeinde St. Ludger liegen im Jahr 1958: Die Kirche der neuen Pfarrgemeinde wurde am 26. März 1958 von Weihbischof Heinrich Baaken feierlich eingeweiht und am 15. August wurde St. Ludger Pfarrrektorat, das heißt, St. Felizitas war in dieser Zeit noch für die Verwaltung zuständig. Am 1. Mai 1960 wurde St. Ludger zur selbständigen Pfarrei erhoben.
Der Aufbau der neuen Pfarrgemeinde unter dem ersten Pfarrer Wilhelm Jansen vollzog sich einerseits durch die Erstellung mehrerer Gebäude: Neben der Pfarrkirche waren dies das Pfarrhaus, das Pfarrheim, der Kindergarten und die Kaplanei. Zu diesen Baumaßnahmen trugen die Gemeindemitglieder durch ausdauerndes Geld sammeln in großem Maße bei. Andererseits entwickelte sich durch vielfältiges Engagement bald ein reges Gemeindeleben. Einige Aktive der ersten Stunde können noch lebhaft aus dieser Zeit berichten (nachzulesen in der Festschrift, die zum Anlass des 40jährigen Jubiläums erstellt wurde).
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